MEXS – das modulare Präsentationssystem – 2014

Projektdaten

Auftraggeber:
Leistung: Planung, Produktion, Installation
Gestaltung: museumstechnik berlin GmbH
Ort:
Jahr: 2014
Volumen:
Fläche:

Beschreibung

Kontinuität und Wandel
Die Anforderungen an Vitrinen für Objektpräsentationen im Museums- und Ausstellungsbereich sind heute anspruchsvoller denn je. Sollen sie einerseits kompakt und konsistent sein, müssen sie andererseits technische Anforderungen an Klimatisierung, Beleuchtung und Lichtschutz erfüllen. Aber auch die Idee der modularen und mobilen Konstruktion rückt bei Vertretern von Museen und Galerien zunehmend in den Blickpunkt, um variablere Lösungen für ihre Ausstellungsräume zu eröffnen.

Die moderne Form der Präsentation
Im Rahmen einer dreijährigen Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft, dem Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut, dem Archäologischen Landesmuseum Brandenburg unter der Leitung von Dr. Rainer Kossian, sowie verschiedenen Partnerunternehmen entstand das MEXS-Vitrinensystem. Ausgangspunkt dieser Kooperation war die Überzeugung, dass das Prinzip des baulich festgefügten und dadurch räumlich meist immobilen Präsentationskörpers in modernen Ausstellungssituationen sehr häufig keine zeitgemäße und nachhaltige Antwort mehr darstellt.

Der modulare Vitrinenkörper – zeitlos und flexibel
Bei dem gemeinsamen Projekt zeichnete die museumstechnik berlin für die Entwicklung des Präsentationssystems verantwortlich. Dieses folgt in Konstruktion, Aufbau und Handhabung dem Prinzip eines modularen Baukastens.

• Umfassend

– geeignet zur Herstellung aller gängigen Präsentationsformate und Vitrinentypen wie Stand-, Pult-, Einbau- oder Wandvitrine

• Ausbaufähig

– dauerhaft kostengünstige Transformier- und Erweiterbarkeit durch passgenaue Ergänzungskomponenten

• Funktional

– einfache Montage ohne Expertenwissen und Spezialwerkzeug

• Zukunftsweisend

– gestaltungsoffen und flexibel gegenüber der Einbindung
moderner Medienkomponenten

• Kompakt

– in Lagerung und Transport

Im Fokus – Klimastabilität und Schadstofffreiheit
Bereits in der Entwicklungsphase hatten die museumstechnik berlin und die begleitenden Institute HTW und WKI höchste Sorgfalt auf Materialauswahl und prüfung gelegt. Dabei wurden insbesondere dem Anspruch der Schadstoffreduktion innerhalb des Vitrinenraumes alle weiteren Belange untergeordnet. Um chemisch reaktive Materialien hier auf ein Minimum zu begrenzen, verbleibt auch die Objektbeleuchtung konsequent außerhalb des eigentlichen Glaskörpers: keine Emissionen aus den elektrotechnischen Komponenten, keine Destabilisierung des Klimas bei der Beleuchtungsanpassung.

Dauerhafter Schutz für Ihr Exponat
Darüber hinaus zeichnen sich MEXS-Präsentationskörper trotz ihrer reversiblen mechanischen Verbindungen durch eine äußerst niedrige Minimalluftwechselrate aus. Auch bei Einsatz einer passiven Luftfeuchteregulierung kann so eine lange anhaltende Klimastabilität erzielt werden. Ein gegebenenfalls erwünschter höherer Luftumsatz lässt sich natürlich nach Belieben regulieren. Die optional verfügbaren Klimakammern des MEXS-Systems sind in ihren Abmessungen für die Verwendung von ProSorb- und ArtSorb-Kassetten optimiert.

Sicherheit und Qualität im patentierten System
Der patentierte MEXS-Profilverbund besteht aus einer me- chanischen Kantenverbindung mit integrierter Dichtung. Den Abschluss bildet ein passendes Clipprofil von zeitlos moderner Anmutung – ein durchgehendes Prinzip für alle umlaufenden Kanten. Aus dem grundlegend nichthierar- chischen Konstruktionsprinzip ergibt sich die umfassende Wandelbarkeit des gesamten Systems. Alle Flächenelemen- te der MEXS-Präsentationskörper sind dauerhaft reversibel und somit jederzeit separat austauschbar. Jede Glasfläche lässt sich nach Belieben nachträglich medial ergänzen oder gegen ein blickdichtes Material ersetzen.
Die standardmäßige Verwendung von VSG-Glas sowie die Verbindung durch Sicherheitsschrauben garantieren dabei grundlegenden Diebstahlschutz.
Welche Flächenelemente Sie auch wählen: Die Montage des gesamten Präsentationskörpers bleibt stets gleich und lässt sich innerhalb kürzester Zeit von nur ein bis zwei Mon- teuren bewerkstelligen.

Die additive Beleuchtungslösung
Licht ist ein grundlegendes Element jeder Ausstellungsgestaltung. Die Beleuchtung versetzt die Besucher gezielt in Stimmung und betont jedes Exponat auf ganz individuelle Art und Weise. Die Beleuchtungseinheit des MEXS-Systems ist als geschlossener Lichtkasten ausgeführt und vollständig additiv. Die Bestückung erfolgt nach Ihrem Wunsch mit punktuellem oder flächigem Licht – oder auch einer Kombination aus beidem. Gemäß aktuellen konservatorischen Vorgaben sind alle Leuchtmittel dimmbar. Notwendige Stromzuführungen werden von der Unterkonstruktion aus bereitgestellt und bleiben unter den Kantenclips verborgen.

Gestaltung in Ihrer Hand
Sowohl bei der Wahl des Profil-Eloxals als auch bei der Verblendung der Unterkonstruktion sind wir offen für Ihre gestalterischen Ansprüche. Zur Sockelverkleidung eignet sich dabei grundsätzlich jedes Material mit einer Plattenstärke bis 30 mm. Die Verbindungen zwischen Unterkonstruktion und Blendensatz bleiben dabei stets werkzeugfrei und reversibel.

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